Rund um Schwangerschaft und Geburt  

Als einen der bedeutendsten Wendepunkte im Leben kann wohl die Ankündigung und Ankunft eines Babys gesehen werden. In kaum einer anderen Lebenssituation werden Eltern mit so vielen Erlebnissen, Erwartungen, Emotionen und auch Unsicherheiten konfrontiert.

Eine Schwangerschaft, die Geburt, das „Mutter / Vater oder Eltern sein“ können das Leben aus unserer gewohnten Bahn werfen. Ebenso können sich in dieser Phase eigene Lebensthemen erstmals oder wieder zeigen.

Manchmal entwickelt sich die „gute Hoffnung“ und die Elternschaft zu einem schwerwiegenden und psychisch belastenden Zustand, der von Ängsten und Sorgen begleitet ist.

Die gute Nachricht: Unser Körper und unsere Seele sind von der Evolution dafür geschaffen, nicht nur körperliche, sondern auch seelische Wunden heilen zu lassen. Manchmal braucht es dabei Unterstützung und einen geschützten Rahmen, den ich ihnen gerne in meiner Praxis biete.


Sorgen und Ängste in der Schwangerschaft / Angst vor der Geburt

Mit meiner über 20jährigen Erfahrung aus dem Bereich der Geburtshilfe und Familienbegleitung ist es mir eine Herzensangelegenheit, ihnen fachkundig einen geschützten Raum zu schaffen, damit die Selbstheilungskräfte der Seele und des Körpers aktiviert werden können.

Behutsam versuchen wir ihren Sorgen und Gedanken auf den Grund zu kommen.

Gemeinsam entwickeln wir, ihren Weg zur möglichst entspannten und selbstbestimmten Geburt. Hierbei wende ich auch Methoden der Achtsamkeit, Stressbewältigung und Atemtherapie an.


Babyblues / anhaltende Traurigkeit und Erschöpfung

Wenn das erhoffte Mutterglück nach der Geburt ausbleibt und sie sich stattdessen traurig, antriebslos und erschöpft fühlen, ist das eine Situation, die die wenigsten Mütter erwarten. Dennoch erleben jedes Jahr rund 100.000 Mütter im Zusammenhang mit ihrer Geburt eine psychische Krise. Der Gedanke „Was stimmt mit mir nicht….?“ , ist oftmals mit Selbstzweifeln und Enttäuschung besetzt und befeuert das Gefühl eine „schlechte Mutter“ zu sein. Dies kann zusätzlichen Druck erzeugen und zum Rückzug führen.

Im ersten Schritt ist es mir wichtig, ihnen einen geschützten Raum zu schaffen, damit die Selbstheilungskräfte der Seele und des Körpers aktiviert werden können. Gemeinsam mit ihrem behandelnden Arzt/Gynökologen entwickeln wir einen Weg, damit sie ihr „Mutter sein“ mit Freude erleben können. Auch im Hinblick auf eine gute Bindung zum Kind, schauen wir, welcher Weg für sie der richtige sein kann, um aus dieser belastenden Situation in eine Heilung und Entspannung zu kommen. Dies kann auch wichtig für weitere Schwangerschaften sein.

50 – 80% aller Mütter sind in den ersten Tagen nach der Geburt vom sogenannten “Babyblues” betroffen. Hierbei handelt es sich um einen zeitlich begrenzten, hormonell und psychisch bedingten Zustand. Typische Kennzeichen sind:

  • Müdigkeit, Erschöpfung und Energiemangel
  • Empfindsamkeit und Stimmungsschwankungen
  • Traurigkeit und häufiges Weinen
  • Schlaf- und Ruhelosigkeit
  • Konzentrations-, Appetit-, Schlafstörungen
  • Ängstlichkeit und Reizbarkeit 

Wenn dieser Zustand ungewöhnlich lange anhält (über zwei Wochen) kann dies das erste Anzeichen für eine Wochenbettdepression ( auch postpartale Depression) sein.


Wochenbettdepression (ggf. mit Angst- und Zwangsstörung)

Hier kann der Übergang oder das Auftreten fließend bzw. schleichend sein. Ebenfalls kann das Krankheitsbild in den ersten beiden Jahren nach der Geburt auftreten. Ungefähr 15% aller Mütter sind davon betroffen. Betroffene leiden an den typischen Symptomen einer Depression, wie:

  • Müdigkeit, Erschöpfung und Energiemangel
  • Traurigkeit, häufiges Weinen
  • Schuldgefühle, Versagensängste
  • Gefühl der inneren Leere
  • Ängste, Zwangsgedanken, Reizbarkeit
  • Ambivalente Gefühle gegenüber dem Kind
  • Konzentrations-, Appetit-, Schlafstörungen          
  • … u.v.m.

Belastende Geburtsereignisse (Trauma)

Wenn durch das Ereignis der Geburt ihre „Schutzhülle“ verletzt wurde und sie mit einem Gefühl der Überwältigung und Hilflosigkeit zurücklässt, kann es sich um ein belastendes oder traumatisches Erlebnis handeln. Mit anderen Worten: „Zu schnell, zu viel, zu plötzlich.“ Oft ist nicht die Geburt selbst traumatisch, sondern der Umgang mit einer Mutter oder den Eltern danach. Manche Eltern haben erlebt, dass ihre Gefühle und Erfahrungen nach der Geburt nicht gesehen oder verstanden wurden, was tief verletzend sein kann. Die Wahrnehmung und Deutungshoheit liegen immer bei der Mutter / dem Vater (den Eltern)!

Mein Angebot richtet sich ebenfalls an Väter, die belastende Ereignisse mit Ängsten, Druck und Hilflosigkeit erlebt haben können. Im Hinblick auf eine gute Bindung zum Kind, schauen wir, welcher Weg für sie der richtige sein kann, um aus dieser belastenden Situation in eine Heilung und Entspannung zu kommen. Dies kann auch wichtig für weitere Schwangerschaften sein.

Die gute Nachricht: Unser Körper und unsere Seele sind von der Evolution dafür geschaffen, nicht nur körperliche, sondern auch seelische Wunden heilen zu lassen. Manchmal braucht es dabei Unterstützung und einen geschützten Rahmen, den ich ihnen gerne biete. Hierbei arbeite ich auch mit der „TRIMB-Methode“ * (Trauma Recapitulation with Imagination, Motion and Breath)         

* Hier handelt es sich um eine von Dr. med Ingrid Olbricht entwickelte und besonders behutsame Methode der Trauma-Bearbeitung. Dabei muss das Trauma Erleben bzw. das belastende Ereignis nicht nacherlebt werden. Stattdessen wird nach vorsichtiger „Tuchfühlung“ mittels einer Kombination aus Imagination, Atmung und einer lateralisierenden Kopfbewegung die Belastung lösungsorientiert und kreativ „entgiftet“. Ebenfalls eignet sich diese Methode, um Trigger und Alltags Stresssituationen aufzuarbeiten.